Projekte des Monats

Von den über 100 laufenden Forschungsprojekten, die über den FEI koordiniert werden, wird jeden Monat ein Paradebeispiel ausgewählt: als das Projekt des Monats.
Jeden Monat: ein anderes Themenfeld, eine andere Branche, andere Forschungsinstitute. 12 Bausteine bzw. Beispiele, die pars pro toto für die Bandbreite der FEI-Projektförderung stehen. Die Projekte des Monats haben eines gemeinsam: Sie überzeugen durch wissenschaftliche Qualität sowie durch wirtschaftliche Relevanz.
  • Projekt des Monats April 2025

    Nachhaltige Wertschöpfung aus Molkerückständen: Innovatives Verfahren zur Lösungsmittelproduktion

    In der Milchindustrie fallen täglich große Mengen Molke als Nebenprodukt an. Während ein Teil zur Herstellung von Molkenprotein oder Laktose genutzt wird, bleibt eine mineralstoffreiche Restflüssigkeit oft ungenutzt und verursacht hohe Entsorgungskosten. Ein vom FEI koordiniertes IGF-Projekt zeigt nun einen innovativen Weg zu deren Nutzung auf: Forschende der TU Dresden und des Fraunhofer-IKTS entwickeln ein Verfahren, um aus dem Reststoff nachhaltig Ethylacetat zu gewinnen – ein vielseitiges Lösungsmittel, das bisher ausschließlich petrochemisch aus Erdgas produziert wird. Mit einer speziellen Hefe und einer energieeffizienten Membrantrennung soll eine biobasierte Alternative entstehen, die fossile Rohstoffe ersetzt und neue Optionen zur Wertschöpfung für die Milchindustrie schafft. Mehr
  • Projekt des Monats März 2025

    Vom Nebenprodukt zur wertvollen Ressource: Funktionelle Erbsenproteine für eine nachhaltige Proteinversorgung der Zukunft

    Pflanzliche Proteine, vor allem Soja, gewinnen zunehmend an Bedeutung für die Humanernährung. Aufgrund ihres allergenen Potenzials sind Sojaproteine aber nicht für alle Menschen geeignet. Die als weniger allergen eingestuften Erbsenproteine stellen eine Alternative dar. Doch ihre geringe Löslichkeit und thermische Stabilität stellen die Lebensmittelindustrie vor Herausforderungen. Ein über den FEI koordiniertes transnationales CORNET-Projekt der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) bringt führende Forschungseinrichtungen zusammen: Das KIT, die TU Berlin und die University of Minnesota entwickeln gemeinsam ein Verfahren, das Erbsenfasern aus Nebenströmen der Erbsenprotein und -stärkegewinnung nutzt, um durch Glykierung die technofunktionellen Eigenschaften der Proteine zu verbessern. Mehr
  • Projekt des Monats Februar 2025

    Aromenvielfalt aus dem Traubentrester: Ein Schlüssel zur Qualitätssteigerung von alkoholfreien Weinen und Sekten

    Alkoholfreie Weine und insbesondere Sekte sind längst keine Randerscheinung mehr. Sie erfreuen sich wachsender Beliebtheit und werden zunehmend als Alternative zu ihren alkoholhaltigen Pendants wahrgenommen. Trotz der positiven Entwicklung bleiben sensorische Schwächen eine Herausforderung: Denn während des Entalkoholisierungsprozesses gehen viele charakteristische Aromen verloren – dies mindert die Attraktivität der Produkte. Im Rahmen eines Projekts der Industriellen Gemeinschaftsforschung des FEI untersuchen derzeit zwei Forschungsteams der Hochschule Geisenheim, inwieweit sich durch die nachhaltige Nutzung von Traubentrester das Aroma und der Geschmack alkoholfreier Weine und Sekte verbessern lässt. Mehr
  • Projekt des Monats Januar 2025

    Robustes und vielseitiges Getreide in Zeiten des Klimawandels: Innovativer Einsatz von Sorghumhirse in der europäischen Lebensmittelproduktion

    Die Auswirkungen des Klimawandels, wie zunehmende Dürren und Extremwetterereignisse, stellen die Lebensmittelproduktion in Europa vor große Herausforderungen. Um die Versorgung mit hochwertigen Grundnahrungsmitteln wie Back- und Teigwaren langfristig zu sichern, ist der Anbau und die Verarbeitung von Sorghumhirse, die durch ihre Trockenresistenz und Robustheit überzeugt, eine vielversprechende Lösung. Hier setzt ein über den FEI koordiniertes transnationales CORNET-Projekt der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) an: Im Rahmen dessen erforschen ein Team der Universität Hohenheim sowie zweier österreichischer Forschungseinrichtungen gemeinsam die Möglichkeiten, Sorghumhirse in der europäischen Lebensmittelproduktion nutzbar zu machen und zu etablieren. Mehr